24h-Hiking-Tour Promo Das war sie also, unsere 24h-Hiking-Tour. Wir sind marschiert einen Tag und eine Nacht lang, ohne Schlafsack und ohne Isomatte natürlich.   Als Strecke haben wir uns den Schluchtensteig im Süd-Schwarzwald ausgesucht und dazu das perfekte Motto gefunden: Black Forrest - Black Hiking.   Dank Mehr Informationen...
Unvergessene Touren Nicht, dass wir auch nur eine einzige unserer Touren vergessen würden. Nein, dafür haben sie uns zu sehr geprägt. Aber eine Verewigung an der richtigen Stelle kann ja nicht schaden, oder? Kochgeschirr oder Trinkbecher, Feuerzeug oder natürlich Messer jeder Art all diese wertvollen Begleiter eign Mehr Informationen...
Minus 30 Grad ... na und? Schließlich machen wir hier keinen Sonntags-spaziergang. Nein, stattdessen sind wir draußen in der Wildnis, mehrere Tagesmärsche von bewohntem Gebiet entfernt und der Tag neigt sich langsam dem Ende zu. Selbstverständlich sind wir seit Tagen allein hier draußen unterwegs.Welcher halbwegs norma Mehr Informationen...
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minus_30_promo Schließlich machen wir hier keinen Sonntags-spaziergang. Nein, stattdessen sind wir draußen in der Wildnis, mehrere Tagesmärsche von bewohntem Gebiet entfernt und der Tag neigt sich langsam dem Ende zu. Selbstverständlich sind wir seit Tagen allein hier draußen unterwegs.

Welcher halbwegs normale Mensch tut sich so was freiwillig schon an? Ups, sind wir drei etwa nicht normal? Rhetorische Frage, natürlich sind wir das nicht, eher etwas verrückt. Nie habe ich das mehr geglaubt als in diesem Moment. „Wenn´s dich friert, mach dir warme Gedanken.“ Haha sehr witzig, allerdings bei minus 30° C fällt das Lachen verdammt schwer.

Nein, nicht dass ich nicht in der richtigen Stimmung wäre, aber die Sturmhaube ist starr gefroren und schnürt mein Gesicht ein, als wäre es ein vakuumverpacktes Hähnchen in der Tiefkühltruhe bei Aldi. Apropos warme Gedanken, ich erinnere mich an den kochend heißen Tee, den wir heute Morgen in unsere Trinkflaschen gefüllt haben. Na toll, ich krieg den Deckel nicht auf, zugefroren! Da marschiert man gerademal ein paar Stunden durch den Gefrierschrank und schon flüchtet sich dein Earl Grey in den übernächsten Aggregatszustand. Ein wahrer Freund!

Obwohl ich nur noch meinen inneren, also den dünneren der beiden Handschuhe anhabe, die ich sonst übereinander trage, wühle ich etwas unbeholfen in der Tasche meines Anoraks. Da ist er, mein Corny-Müsliriegel in Zartbitterschokolade. Süßes hebt die Stimmung, heißt es. Naja, nicht direkt! Denn mein kleiner Corny ist ganz starr vor Schreck. Hat sich wohl ein wenig erschrocken als ich ihn im skandinavischen Winter aus seiner Verpackung befreit habe, schließlich kennt er aus seiner deutschen Heimat Bad Schwartau vermutlich nicht mal 10 Grad unter null.

Abbeißen kann ich jedenfalls vergessen, es sei denn ich will meinem Zahnarzt ein Haufen Arbeit bescheren. Na dann halt auf die harte Tour: Riegel mit einem großen Messer und viel Kraft in mundgerechte Stücke teilen und lutschen. Mit deutlich weniger Kraft geht das übrigens auch gut mit der Axt. Viel Arbeit für 23 g Glücksgefühl, aber geht doch!

Kleiner Tipp zum Thema Handschuhe: Bei Temperaturen unter -20°C ist es sinnvoll die Handschuhe nach dem Ausziehen in Körpernähe also unter dem Anorak zwischen zu deponieren. Nach meiner Müsliriegel-Prozedur war der besagte Handschuh am Skistock hängend nämlich genauso starr gefroren wie mein kleiner Corny!
Und nun was lehrt uns diese Erfahrung? „Spüre die Natur, aber nur solange bis es weh tut!“