24h-Hiking-Tour Promo Das war sie also, unsere 24h-Hiking-Tour. Wir sind marschiert einen Tag und eine Nacht lang, ohne Schlafsack und ohne Isomatte natürlich.   Als Strecke haben wir uns den Schluchtensteig im Süd-Schwarzwald ausgesucht und dazu das perfekte Motto gefunden: Black Forrest - Black Hiking.   Dank Mehr Informationen...
Unvergessene Touren Nicht, dass wir auch nur eine einzige unserer Touren vergessen würden. Nein, dafür haben sie uns zu sehr geprägt. Aber eine Verewigung an der richtigen Stelle kann ja nicht schaden, oder? Kochgeschirr oder Trinkbecher, Feuerzeug oder natürlich Messer jeder Art all diese wertvollen Begleiter eign Mehr Informationen...
Minus 30 Grad ... na und? Schließlich machen wir hier keinen Sonntags-spaziergang. Nein, stattdessen sind wir draußen in der Wildnis, mehrere Tagesmärsche von bewohntem Gebiet entfernt und der Tag neigt sich langsam dem Ende zu. Selbstverständlich sind wir seit Tagen allein hier draußen unterwegs.Welcher halbwegs norma Mehr Informationen...
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Canyon de Chelly, Arizona USA

Für mich ist er der kleine Grand Canyon. Er liegt gute 200 km weiter östlich und ist weitaus  unbekannter als sein großer Bruder. Im Westen beginnt der Canyon de Chelly mit einem zunächst flachen Einschnitt in den sandigen, trockenen Boden. Im weiteren Verlauf schneidet sich das Tal dann immer tiefer ein und zieht sich so etwa 40 km weiter in Richtung Osten.

Diese wunderschöne Felslandschaft befindet sich mitten im Reservat der Navajo-Indianer im US-Bundesstaat Arizona eher abseits der typischen Touristen-Routen. Und das ist auch gut so. Auf den beiden Randstrassen, den sogenannten Rim Drives erreicht man sowohl auf der Nord- als auch auf der Südroute mehrere Aussichtspunkte.

Egal von wo aus, das Bild das man einfängt ist immer atemberaubend. Trotz der gewaltigen Kulisse wird man jedoch, nicht wie etwa beim Grand Canyon, von der Mächtigkeit erschlagen. Man fühlt sich nicht nur winzig und unbedeutend hier. Nein, im Gegenteil die grünen Bäume und Sträucher am Canyongrund erscheinen fast zum Greifen nah und in den steilen Canyonwänden erkennt man Felsformationen in tausend verschiedenen Brauntönen. Kein Wunder, denn die tiefste Stelle hier ist mit 300 Metern gerade mal ein sechstel des Höhenunterschieds zwischen dem Grand Canyon Rim und der Phantom Range drunten im Tal des Colorade River.

foto3 Dieses Meisterwerk der Naturgewalten ist der perfekte Hintergrund für einsame Hiking-Touren. Allerdings darf man auf eigene Faust nur auf dem White House Trail in den Canyon einsteigen. Will man davon abweichen, muss man einen einheimischen Führer buchen. Die Betonung liegt auf „einheimisch“, denn wir ziehen dann tatsächlich mit einem waschechten Navajo-Indianer los. Natürlich laufen die Navajos des 20. Jahrhunderts nicht mehr mit prächtigem Federschmuck herum, sondern tragen stattdessen Baseball-Caps der Arizona Wildcats. Aber dennoch schafft es unser Guide schon von Anfang an diese unheimliche Atmosphäre eines indianischen Medizinmannes zu verbreiten.

foto4Während er uns an mysteriöse und geschichtsträchtige Orte führt, erzählt er unentwegt schauerliche Legenden seines Stammes. Schon viele Jahre vor den US-Truppen waren es Anfang des 19. Jahrhunderts die Spanier, die in das Territorium der Navajos eindrangen. Rücksichtslos metzelten sie ganze Dörfer nieder, darunter auch Frauen und Kinder. Seit damals trägt der Nordarm des Chanyon de Chelly den Namen Canyon del Muerto, erzählt unser indianischer Führer mit gekonnt gruseliger Stimme. Man könne dort auch heute noch den Geist seiner Vorfahren spüren. Obwohl die Wände mit den Felszeichnungen in rötlichem Braun strahlen vom Sonnenlicht das in die Höhle hereinschein, macht sich ein ganz schön schauriges Gefühl breit, Gänsehaut-Feeling pur.

Wir lehnen uns mit dem Rücken an die warmen Felsen, schliessen die Augen und lauschen den indianischen Gesängen unseres Führers. Dazwischen spielt er auf seiner selbst geschnitzten Blockflöte. Die Klänge scheinen uns wegen der Reflektion an den Felswänden von allen Seiten einzukesseln. Wie in Trance sind wir gefangen in einer tiefen spirituellen Stimmung. Unser indianischer Führer hat uns wahrlich gefesselt und es gibt für uns nichtmal einen einzigen Grund auszubrechen.